Über die Frau, die mir 2014 den Arsch gerettet hat
Manche Menschen bereichern dein Leben. Besondere verändern seine Richtung.
Es gibt Menschen, die kommen in dein Leben. Und es gibt Menschen, die verweben sich mit deinem Leben. Christina gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Als mein erster Mann 2014 starb, stand ich plötzlich mit drei kleinen Mädchen da und hatte das Gefühl, dass mir jemand den Boden mit roher Gewalt unter den Füßen weggezogen hatte. Damals trat sie in mein Leben. Sie war einfach da. Für mich, für meine Töchter. Für all die herausfordernden Momente, in denen das Leben größer war als ich selbst.
Wenn ich heute auf die letzten zwölf Jahre zurückblicke, finde ich Christina überall. Zwischen den Seiten meiner nicht linearen Geschichte. Wie eine stille Wegbegleiterin. Obwohl still trifft es gar nicht so gut.... sie kann auch mal laut sein.. Wie jemand, der immer wieder auftaucht, wenn das Leben an einer Weggabelung steht.....
Damals lebte sie noch in Krems an der Donau. Sie hatte gerade begonnen, Chihuahuas zu züchten. Meine Mädels und ich holten unsere 2. Hündin Alva Smilla aus ihrem ersten Wurf. Auch sie war längst mit den Briards verbunden, und wenn ich heute darüber nachdenke, führte vermutlich auch ihre Freundschaft zu Petra dazu, dass Olivia Teil unserer Familie wurde. Manchmal webt das Leben seine Fäden lange, bevor wir das Muster erkennen. Allein darüber könnten wir vermutlich einen ganzen Abend lang Geschichten erzählen.
Über Hunde, über Seelenhunde, über das Schicksal und über das Leben.
Christina begleitete Operationen, und sie begleitete Krisen. Sie begleitete Wendepunkte. Und sie war federführend dabei, als die Seele unserer Räubertochter ihren Weg zu uns fand.
Sie begleitete ihre Geburt und hielt Räume, die sich mit Worten kaum beschreiben lassen.
Räume zwischen Himmel und Erde.
Räume zwischen Hoffnung und Vertrauen.
Räume, die gerade dann entstehen, wenn Menschen an Grenzen gelangen, die sich mit Logik allein kaum erklären lassen. So unendlich dankbar bin ich für ihren Support.. der mit menschlichen Worten gar nicht die Würdigung findet....
Als Geistheilerin bewegt sie sich seit vielen Jahren auf einem Terrain, das in Österreich oft mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtet wird. Dabei habe ich selten jemanden erlebt, dessen Arbeit so bodenständig und gleichzeitig so wirksam ist. Christina braucht keine große Bühne. Sie braucht auch keine Scheinwerfer. Sie wirkt und wendet, still, klar und präzise. Bei Menschen und Tieren. Und auch die Pflanzen sind ihr ganz nah.. insbesondere die Rosen..
Immer mit dem Blick auf das große Ganze. Und irgendwann geschah etwas, das heute fast wie ein schlechter Scherz des Universums klingt. Wir hatten die verrückte Idee, gemeinsam auf einen Hof zu ziehen. Wir besichtigten Höfe, und schmiedeten Pläne, wir träumten. Wir verwarfen wieder. Denn keiner passte so richtig. Keiner fühlte sich RUND an.. Keiner fühlte sich RICHTIG an. Also ging jede ihren Weg weiter.
Christina zog mit ihrem Mann Ali und ihren beiden großartigen Töchtern ins Südburgenland. Ausgerechnet in jenen Ort, in dem die Wurzeln meiner Familie liegen.
Dort, wo mein Opa aufgewachsen ist. Dort, wo meine Urgroßeltern begraben sind. Dort, wo meine Geschichte lange vor mir begonnen hat.
Heute sinniere ich öfter darüber und muss schmunzeln. Denn manchmal bereitet das Leben etwas vor, lange bevor wir es verstehen. Einige Jahre später schickte sie mir einen Link via Facebook. Nur einen Link. Also eine private Verkaufsanzeige. Ein Haus im Südburgenland mit einem blauen Kachelofen. Mehr brauchte es nicht.
Ohne Christina hätten wir diesen Hof vermutlich niemals gefunden.
Ohne Christina würde ich diesen Text heute vermutlich an einem ganz anderen Ort schreiben.
Ohne Christina gäbe es den Krafthof Naeli in dieser Form vielleicht gar nicht.
Heute wohnen wir fast Tür an Tür. (20 min sinds mit dem Auto wenn wir die Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht zu Ernst nehmen)
Mal sitzen wir bei ihr auf der Wiese zwischen Eseln und einigen keifenden Chihuahuas.
Mal sitzt sie bei mir am Hof zwischen den jungen Rosen.
Dann reden wir über Gott und die Welt. Über Klientinnen und über Heilung. Ja auch über (unsere) Männer uns (unsere) Kinder. Über Hunde, über Pflanzen. Und immer über das Leben.
Wir sind uns dabei längst nicht immer einig. (Mei bei Gott nicht) Und genau das liebe ich.
Denn wahre Freundschaft braucht keine Gleichheit. Sie braucht Vertrauen. Respekt. Und die Fähigkeit, einander wachsen zu lassen.
Gerade entstehen hier bei uns neue gemeinsame Projekte. Für den Herbst 2026 planen wir einen gemeinsamen Podcast. Vermutlich weil wir 2 so unterschiedlich sind. Wie Tag und Nacht. Wie Weißwein und Prosecco. Wie Feuer und Erde.
Und vielleicht braucht diese Welt genau das gerade mehr denn je.
Frauen, die ihre Kräfte bündeln.
Frauen, die sich gegenseitig größer machen.
Frauen, die gemeinsam wirken, statt miteinander zu konkurrieren.
Wenn du mich heute fragst, wer Christina für mich ist, finde ich keine einfache oder schnelle Antwort. Deswegen hat mich dieser Blogbeitrag mehrere Tage gekostet...
Mentorin trifft es nur teilweise. Freundin ebenfalls. Wegbegleiterin vielleicht. Schicksal vermutlich auch. Was ich allerdings mit Sicherheit weiß: Es gibt Menschen, die dein Leben bereichern. Und es gibt Menschen, die seine Richtung verändern.
Christina gehört für mich zu den Menschen, bei denen beides zusammenkommt.
Und deshalb wollte ich diese Zeilen schon lange nieder schreiben.
Weil Dankbarkeit manchmal eine Geschichte braucht.
Und weil die Frau, die mir 2014 den Arsch gerettet hat, einen Platz auf diesem Blog mehr als verdient hat.
Danke dass es dich in meinem Leben gibt.
Deine Tanja
PS: Und wenn DU dich jetzt fragst, und wer ist Christina denn überhaupt? Dann besuche doch mal ihre Website oder schau auf Instagram vorbei!











