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1. März 2026
Ich kenne dieses Gefühl zu gut. Diese inneren Zwiegespräche, bei mir begann es mit 13. Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht mit der Frage: Warum bin ich hier und soll DAS wirklich alles gewesen sein? Ich kenne dieses permanente „Irgendwas stimmt hier nicht.“ Und manchmal auch: Passiert mir das jetzt alles wirklich? Und ja – mein Leben war objektiv schwer. Auch wenn ich es nie so benannt oder gesehen habe. Der tragische Tod meines kleinen Bruders, als ich gerade zwanzig war. Verdacht auf Brustkrebs als Jungmama mit gerade dreiundzwanzig. Herzstillstand bei der Geburt meiner zweiten Tochter mit sechsundzwanzig. Plötzlich Witwe mit 3 kleinen Mäusen nach dem tragischen Unfalltod meines ersten Mannes mit vierunddreißig. Schwere war in meinem Leben also kein theoretisches Konzept. Doch spätestens beim Tod meines Mannes und Vater meiner 3 Mädels begann ich zu verstehen: die eigentliche Last liegt nicht in dem, was ich erlebe. Sie liegt in meinem inneren Widerstand dagegen. In meinem starren Festhalten an einem Idealbild davon, wie mein Leben hätte sein sollen. Was ist denn ein Seelenplan wirklich, so ganz ohne spirituelles Blabla? Dein Seelenplan ist keine spirituelle Karriereleiter und auch kein hübsches Konzept für gute Zeiten, oder ein Nice to Know wie Kartenlegen. (Auch wenn einige das so verkaufen) Er beschreibt die emotionale Erfahrungsreise, die deine Seele sich für diese Inkarnation gewählt hat. Darin findest du keine Berufsbezeichnung, sondern es zeigt sich darin dein inneres Entwicklungsfeld, das sich durch dein gesamtes Leben ziehen wird. Du weißt ja: auf Seelenebene existiert Einheit. Im Menschsein betreten wir die Welt der Dualität. Hier entfaltet sich unsere menschliche Erfahrung über Gegensätze wie: Licht und Schatten Nähe und Distanz Mut und Angst Liebe und Ablehnung Erst im Kontrast entsteht also unser Bewusstsein. In diesem Spannungsfeld erkennst du dann, wer du eigentlich wirklich bist. Wenn deine Seele Liebe in ihrer Tiefe verkörpern möchte, begegnet sie Situationen, in denen Liebe nicht selbstverständlich ist. Wenn sie Mut leben will, wird sie Angst kennenlernen. Wenn sie Selbstvertrauen entwickeln will, wird sie Unsicherheit durchdringen. Das Leben fühlt sich schwer an, wenn wir gegen das ankämpfen, was uns formen und in die gewählte Richtung schubsen will. Wenn wir funktionieren, obwohl unsere Seele längst in eine andere Richtung schaut. Wenn wir Anpassung (an Eltern, Schule, Kollegen etc) über unsere ureigene Wahrheit stellen. Schwere entsteht also häufig dort, wo deine Entwicklung (also sein Seelenplan) anklopft. Mein Seelenplan liegt weit außerhalb meiner menschlichen Komfortzone als Tanja. Er ist kontrastreich, intensiv, fordernd. Ich wollte Mut – also lernte ich Angst kennen. Ich wollte Vertrauen – also begegnete ich Kontrollverlust. Ich wollte Liebe in ihrer radikalen Echtheit – also durchlebte ich Verlust. Das alles hätte mich verbittert zurücklassen können. Oder aufwecken und erinnern. Wichtig ist mir ganz besonders zu erwähnen, dass der Seelenplan kein festgeschriebenes Drehbuch ist. Er gleicht einem Optionsfeld. Du verfügst über deinen freien Willen. Du kannst innerhalb dieser Erfahrungsräume wählen, etwas integrieren, oder verschieben oder dich komplett neu ausrichten. Mit deiner Geburt tritt deine Seele in einen Zustand ein, in dem die Erinnerung an ihre ursprüngliche Herkunft und die Wahl ihres Seelenplans nicht mehr bewusst zugänglich sind. Genau dieses Vergessen macht erst echte Erfahrung möglich. Das Gefühl des Getrennt-Seins macht dich erst zu einer Suchenden. Manche Frauen spüren sehr früh: „Ich gehöre hier nicht hin.“ „Ich passe nicht in dieses System.“ „Da muss doch mehr sein.“ Und manchmal kommt dieses Gefühl erst später, zB nach einer Diagnose, oder nach einer Trennung. Oder wenn dein Leben plötzlich still wird. Seinen Seelenplan zu leben bedeutet nicht, dass plötzlich alles leicht wird. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, für deine Themen, für deine Entscheidungen und für dein Wachstum. Es bedeutet, nicht auszuweichen, nichts Schönzureden. Und es sich nicht in der Opferrolle gemütlich zu machen. Manches lässt sich Schritt für Schritt integrieren. Manchmal verlangt das Leben aber einen radikalen Schnitt – wie unser Umzug ins Südburgenland, der mein Leben komplett neu ausgerichtet hat. Heute fühlt sich mein Leben nicht deshalb stimmig an, weil es keine Herausforderungen mehr gibt. (Schön wärs haha) Es fühlt sich stimmig an, weil ich nicht mehr gegen mich arbeite. Wenn dein Leben sich schwer anfühlt, heißt das nicht, dass du gescheitert bist. Vielleicht ruft dich gerade dein nächster Entwicklungsschritt. Vergiss nicht, dein Seelenplan ist kein spirituelles Accessoire. Er ist dein innerer Kompass. Und wenn du lernst, ihn zu fühlen, fühlt sich dein Leben wieder wie deins an. Ich begleite Frauen am Wendepunkt dabei, sich an ihren Seelenplan zu erinnern. Über die Augen, mit Hilfe der Pflanzenwesen und der Spagyrik, über ehrliche Gespräche und Bewusstwerdung. Weil: Das Leben ist schön. Punkt.