Du hast nicht vergessen zu leben...

28. Juni 2026

...du hast bloß vergessen wer du bist

Vor einigen Wochen saßen Mirjana meine Freundin und Kollegin und ich zusammen. Eigentlich wollten wir unser Frauenretreat planen.


Wir sprachen über den Rosenhof im Waldviertel.

Über Rituale und die Elemente. Über den Kreis der Frauen. Einfach über all die wundervollen Dinge, die wir an diesem besonderen Wochenende miteinander erleben möchten.


Und irgendwann wurden wir beide still. Kennst du diese Momente, in denen plötzlich niemand mehr etwas sagt, weil eine viel größere Frage im Raum steht? Genau so war es.


Schließlich fragte eine von uns: Warum machen wir das eigentlich?

Es ging nicht um das Organisatorische, sondern um die einfache Frage:


Warum gibt es  Venera Nova?

Was möchten wir den Frauen eigentlich schenken?


Und genau in diesem Moment wurde uns etwas bewusst. Wir möchten Frauen gar nicht verändern. Wir möchten sie erinnern. Aber nicht daran, wie sie besser werden. Sondern daran, wer sie schon immer gewesen sind.


Denn ich glaube nicht, dass einer Frau etwas fehlt. Ich glaube auch nicht, dass sie erst erfolgreicher werden muss,  spiritueller, hübscher oder angepasster.


Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch mit einer vollständigen spirituellen DNA geboren wird. Für mich heißt das auch, dass wir nichts Wesentliches hinzufügen müssen.

Weder eine  Ausbildung, noch ein weiteres Zertifikat.


Du brauchst keine Erlaubnis von außen. Keine Auszeichnung.


Denn unsere Würde war vom ersten Atemzug an da. Ein neugeborenes Baby muss nichts leisten, um liebenswert zu sein. Es muss niemandem beweisen, dass es wertvoll ist. Es ist es einfach. Von der ersten Sekunde an.


Und ich meine, dass sich daran auch vierzig, fünfzig oder achtzig Jahre später nichts geändert hat.


Unsere Seele trägt bereits alles in sich. Liebe, Mitgefühl, Kreativität, Schöpferkraft, Neugier, Verbundenheit, Freude...


Das alles ist längst vorhanden. Ja und dann beginnt das Leben. Und mit ihm beginnen die Prägungen. Ganz langsam, fast unbemerkt.


Wir wachsen in Familien auf. Wir gehen in den Kindergarten. In die Schule.

Wir erleben Lob. Wir erleben Ablehnung. Wir lernen, welches Verhalten Anerkennung bringt. Welche Gefühle willkommen sind. Und welche lieber verborgen bleiben.


Viele Mädchen lernen irgendwann, dass sie lieb sein sollen, leise und bescheiden. Hilfsbereit und bitte nicht zu laut. Auf keinen Fall zu wild und bitte nicht zu viel.


Und irgendwann werden aus diesen Mädchen Frauen.

Frauen, die funktionieren. Frauen, die tragen. Frauen, die organisieren. Frauen, die sich um alle kümmern und sich selbst dabei immer weiter hinten anstellen.


Das sind keine schwachen Frauen!  Sie haben einfach genau DAS irgendwann gelernt. Und irgendwann passiert etwas Trauriges. Eine dieser Frauen schaut in den Spiegel und erkennt sich selbst kaum noch wieder. Äußerlich hat sie sich nicht verändert.


Sondern Schicht für Schicht hat sich etwas über ihr eigentliches Wesen gelegt hat. Erwartungen, Ängste, Enttäuschungen, Rollen, Verletzungen, Überzeugungen anderer Menschen.


Und plötzlich glaubt sie, sie müsse erst jemand werden. Dabei war sie es längst.


Ich hadere ja oft mit dem Begriff  Persönlichkeitsentwicklung.  Denn Entwicklung klingt so, als müssten wir jemand Neues werden. Aber darum gehts doch gar nicht!

Vielmehr geht es darum, Schicht für Schicht alles abzulegen, was niemals wirklich zu uns gehört hat. Die Angst, die Erwartungen, die  Rollen, die ganzen Geschichten, die andere über uns erzählt haben.


Bis irgendwann wieder die Frau sichtbar wird, die schon immer da war.


Für mich ist Erinnerung die tiefste Form von Entwicklung.


Damit meine ich nicht die Erinnerung an vergangene Ereignisse, sondern Erinnerung an dein eigenes Wesen. An die Frau, die du gewesen bist, bevor die Welt dir erzählt hat, wer du sein solltest.


Ich weiß, wir sind alle spirituelle Wesen. Wir verfügen über einen wunderbaren Intellekt. Und wir leben für eine begrenzte Zeit in einem physischen Körper. Unser Körper ist kein Hindernis auf unserem spirituellen Weg. Er ist das Gefäß, das ihn überhaupt erst möglich macht. Er schenkt unserer Seele die Möglichkeit, Erfahrungen zu machen. Zu fühlen, zu lieben, zu lachen, zu weinen, zu scheitern zu wachsen.


Den Regen auf der Haut zu spüren. Den Duft einer Rose einzuatmen. Ein Kind zu umarmen. Frisches Brot aus dem Ofen zu holen. Die Hand eines geliebten Menschen zu halten.


Ja, all das macht Menschsein aus.


Ich fühle auch, dass jeder Gedanke, jedes Wort und jede Handlung zuerst auf uns selbst wirkt. Denn, unsere Gedanken formen unsere innere Welt. Unsere Gefühle zeigen uns, was uns wichtig ist. Und unsere Entscheidungen gestalten Schritt für Schritt unser Leben.


Deshalb beginnt Veränderung nicht im Außen. Sie beginnt in der Geschichte, die wir über uns selbst erzählen. Vielleicht erzählst du dir schon seit Jahren, dass du nicht gut genug bist.

Oder nicht mutig genug. Nicht schön genug. Nicht klug genug. Nicht erfolgreich genug.


Ziemlich sicher stammt keine dieser Geschichten ursprünglich von dir. Du hast du sie irgendwann übernommen. Von Menschen, die selbst vergessen hatten, wer sie in Wahrheit sind.


Es kann nicht sein, dass unsere Aufgabe darin besteht, uns kleinzumachen, damit andere sich wohler fühlen. Und ich glaube nicht, dass wir hier sind, um Erwartungen zu erfüllen, die nie unsere eigenen waren.


Ich will auch nicht glauben, dass wir ständig funktionieren müssen. Unsere Aufgabe ist es doch, die lebendigste, glücklichste und wahrhaftigste Version unseres eigenen Wesens zu leben.


Und hier geht es nicht um das Ego (das wird mir gerne vorgeworfen wenn ich in diese Richtung argumentiere). Es geht um Verantwortung!


Denn unsere Kinder lernen nicht durch unsere Worte. Sie lernen in erster Linie durch unser Leben.


Wenn sie erleben, wie ihre Mutter sich selbst klein macht, übernehmen sie unbewusst dieses Bild. Wenn sie erleben, wie ihre Mutter ihrer Begeisterung folgt, ihren Gefühlen zuhört, Verantwortung übernimmt und ihren Platz im Leben einnimmt, entsteht etwas Neues.


Dann beginnt eine neue Geschichte. Eventuell sogar für Generationen.


Vermutlich fragst du dich gerade, warum ich dir all das erzähle. Weil genau aus diesen Gedanken Venera Nova entstanden ist.


Venera Nova ist kein Seminar und keine Ausbildung. Es ist kein Ort, an dem dir jemand erklärt, wer du sein sollst.


Venera Nova ist eine Einladung. Als Kreis und als geschützter Raum.


Mirjana und ich verstehen uns nicht als Frauen, die Antworten verteilen. Wir verstehen uns als Hüterinnen eines Kreises. Wir halten diesen Raum.


Die Antworten trägst du bereits in dir. Sie ind im Lärm des Alltags nur leiser geworden.


Vielleicht braucht es manchmal nur drei Tage. Die Natur, den Wald, das Feuer, das Wasser.

Die Erde unter deinen Füßen und die Stille.


Den Kreis anderer Frauen. Und plötzlich erinnerst du dich. AN DICH! An die Frau, die nie verschwunden war.


Wenn dich diese Zeilen berührt haben, dann laden wir dich von Herzen zu Venera Nova ein.


Von 9. bis 11. Oktober öffnen wir im Rosenhof  in Weitra im Waldviertel einen Raum für Frauen, die sich nach Natur, Verbundenheit, Tiefe und einem ehrlichen Miteinander sehnen.


Die Teilnehmerzahl ist bewusst klein gehalten, damit ein geschützter Kreis entstehen kann. Einige Plätze sind bereits vergeben.


Alle Informationen findest du unter hier.


Wir würden uns freuen, wenn wir dort einander begegnen.  Im Kreis der Natur mitten in der Natur.


Das schönste Geschenk dass du dir machen kannst ist, dich  genau dort wieder ein kleines Stück mehr an dich selbst zu erinnern.


Denn das Leben ist schön.

Punkt.


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