Warum Männer mich nicht feiern, wenn ihre Frauen in meine Detoxräume kommen
Die überraschenden Nebenwirkungen einer Frau, die sich wieder erinnert, wer sie eigentlich ist.

Als Feedback schrieb mir eine Teilnehmerin nach meinem letzten Detoxraum einen Satz, der mich tief berührt hat. Sie schrieb:
"Ich habe endlich den Mut, auf mich selbst zu hören und mich von anderen weniger beirren zu lassen."
Eine andere Teilnehmerin erzählte mir, dass sie Dinge aussprechen könne, die jahrelang in ihr festgesteckt waren, ohne danach tagelang ein schlechtes Gewissen mit sich herumzutragen.
Wieder eine andere schrieb:
"Ich vertraue mir selbst mehr und traue mich, meinen Platz einzunehmen."
Und während ich diese Rückmeldungen las, musste ich schmunzeln. Denn in diesem Moment wurde mir wieder mal bewusst, dass manche Männer bzw Partner vermutlich sehr gemischte Gefühle haben, wenn ihre Frauen sich für einen meiner Räume entscheiden.
Ja, nach außen verkaufe ich Detox, Spagyrik, Entgiftung, energetische Begleitung. Natürlich spielt Ernährung ein Thema, und die Pflanzen. Das klingt harmlos und fast schon gemütlich oder?
Tatsächlich geschieht jedoch in den meisten Fällen etwas ganz anderes. Da sitzt eine Frau, die seit Jahren oder gar Jahrzehnten für alle da ist. Für ihre Kinder, für ihren Partner, für ihre Eltern, für KollegInnen, für Freunde, für Nachbarn, für den Verein. Für die ganze Welt.
Irgendwann hat sie sich so sehr daran gewöhnt, für alles und jeden Verantwortung zu tragen, dass ihre Verbindung zu ihren ureigenen Bedürfnissen leiser geworden ist. So leise, dass sie sie kaum noch wahrnimmt.
Und dann verbringt sie ein paar Wochen in einem Raum voller Frauen, die ähnliche Geschichten mitbringen.
Frauen, die nach und nach beginnen hinzuhören.
Frauen, die plötzlich merken, dass Erschöpfung kein Charakterzug ist.
Frauen, die erkennen, dass Anpassung nicht ihre Lebensaufgabe darstellt.
Frauen, die sich daran erinnern, dass IHR LEBEN ebenfalls einen Platz am Tisch verdient.
Das verändert etwas. Manchmal ganz leise. Manchmal so deutlich, dass das gesamte Umfeld aufmerksam wird.
Es kommt der Tag X, da sagt eine Frau einen Termin ab, auf den sie ohnehin keine Lust hatte.
Es kommt der Tag Y und sie bittet erstmals die Schwiegereltern um Unterstützung.
Es kommt der Tag Z und sie fährt allein ein ganzes Wochenende weg.
Plötzlich spricht sie einen Wunsch laut und deutlich aus, den sie seit Jahren in sich trägt.
JA, sie formuliert einen Satz, der früher in ihrem Hals stecken geblieben wäre.
Und während sie selbst das Gefühl hat, endlich wieder bei sich anzukommen, erleben andere Menschen in ihrem nahen Umfeld diese Veränderung als befremdlich weil ungewohnt.
Und bitte das tun sie nicht aus Bosheit, oder aus mangelnder Liebe. Sondern weil jedes System eben seine eigene Ordnung entwickelt. Wenn sich ein Teil verändert, bewegen sich automatisch alle anderen mit.
Die Wahrheit ist: Die Frauen, die meine Räume verlassen, werden keine anderen Menschen.
Sie werden mehr von sich selbst. Sie werden klarer, ehrlicher, sichtbarer und wahrhaftiger.
Sie beginnen ihrer inneren Stimme mehr Gewicht zu geben als den Erwartungen anderer Menschen.
Und genau das erzählen mir ihre Rückmeldungen immer wieder. Keine Frau schreibt mir nach einem Detoxraum: "Jetzt bin ich endlich perfekt." Stattdessen schreiben sie:
"Ich habe mich wiedergefunden."
Und ich glaube, genau DARUM geht es. Gar nicht um Detox, oder um Ernährung. Gar nicht einmal um Spagyrik, obwohl die unser bester Hebel ist....
Sondern um die Erinnerung daran, wer diese Frau unter all den Rollen, Verpflichtungen und Erwartungen eigentlich ist. Dass dabei manchmal ein Partner, eine Freundin oder die Schwiegermutter kurz die Augenbrauen hebt, gehört zum Detox-Prozess dazu.
Denn eine Frau, die beginnt, ihren Platz einzunehmen, verändert nicht nur ihr eigenes Leben.
Sie verändert die Welt um sich herum gleich mit.
Ich bin so stolz auf meine letzte Runde Detox Next Level und auch wenn ich euch nicht beim Namen nenne hier, dann wisst ihr wer gemeint ist..
Vergesst auch über den Sommer nicht:
Das Leben ist schön. Punkt.
Eure Tanja











